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Die
Begegnung mit einem hochbegabten Menschen beginnt für Psychologinnen
und Psychologen oft damit, dass sie einer Persönlichkeit mit einer
psychischen oder psychosomatischen Störung, zumindest aber Auffälligkeiten
gegenübersitzen. Ihr Potenzial wird in vielen Fällen nicht erkannt,
ja, eher als Krankheit denn als Gabe empfunden. Nach einer präzisen
Diagnose und qualifizierten Beratung verschwinden viele Symptome. Durch
einen ressourcenorientierten Blickwinkel wird für den Betroffenen ebenso
wie für die Angehörigen eine Umdeutung von Verhaltensweisen möglich.
Geistige Rohstoffe werden entdeckt, die es zu veredeln gilt. Dieser Entwicklungsraum
ist sowohl psychisch als auch intellektuell definierbar, wobei die psychische
Seite dem Berufsstand der Psychologen ein interessantes Arbeitsfeld mit
hoher Verantwortung eröffnet |