Asperger-Syndrom

ist eine schwere Beeinträchtigung im Kontakt und in der Kommunikation mit anderen Menschen, die zum Autismusspektrum gehört und sich ab etwa dem vierten Lebensjahr bemerkbar macht. Typisch für Asperger sind motorische und sensorische Auffälligkeiten, stereotype, zwanghaft erscheinende Verhaltensabläufe, auffällige Spezialinteressen, fehlende Empathie und eingeschränkter emotionaler Ausdruck. Daher wird das Asperger-Syndrom als tiefgreifende psychische Entwicklungsstörung verstanden und ist deshalb im ICD10 gelistet.

 

Der Asperger-Autist verfügt über eine normale bis hohe Intelligenz. Häufig hat er Spezialbegabungen, z.B. eine mathematische Hochbegabung, ein besonders gutes räumliches Erfassen von Details oder eine besondere Merkfähigkeit. Da der soziale Kontakt aber immer eingeschränkt ist, brauchen Asperger eine kontinuierliche Unterstützung, um ihre Begabung leben zu können.

 

Auch Hochbegabte haben oft besondere Interessen, sprechen manchmal eine ´andere Sprache` als Gleichaltrige, haben oft ein auffallend anderes Verhalten als gleichaltrige Kinder. Deshalb kann es bei oberflächlicher Betrachtung zu Verwechslungen kommen. Aber Hochbegabte sind fast immer hochsensibel für die emotionalen Schwingungen in ihrer Umwelt und unterscheiden sich damit meist deutlich von Menschen mit Asperger-Symptomatik, obwohl auch diese durchaus sehr hohe Begabungen - besonders in Teilbereichen - haben können.